Braten statt Torte

Ich habe mir mal die Antrittsrede von Michael Ebling, dem Mainzer Oberbürgermeister, erneut durchgelesen. Das bedarf in der aktuellen Situation eigentlich keines Kommentares.

„[…] Einer dieser Schwerpunkte wird sein, Bürgerschaftliches Engagement zu fördern und auch zu fordern. Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt noch stärker als bisher an politischen Entscheidungen beteiligen und bürgerschaftliches Engagement unterstützen.
[…]
Meine Damen und Herren, aus der Zeit als Jugend- und Sozialdezernent weiß ich, Stadtentwicklung hat immer auch eine soziale Dimension. Ich möchte, dass es in Mainz fair und gerecht zugeht und dass alle, die hier aufwachsen, ein Recht auf gleiche Chancen haben.
[…]
Ein soziales Mainz muss das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Hautfarbe und Religion im Alltag stärken. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und den Kirchen und Glaubensgemeinschaften, den Gewerkschaften, den Unternehmen, den sozialen Initiativen und Trägern, den Kitas, Schulen und Hochschulen, den Jugendeinrichtungen und Jugendverbänden danken. Sie alle arbeiten seit Jahrzehnten unter dem Leitbild der Integration zusammen und bekämpfen Intoleranz und Gewaltbereitschaft und arbeiten für ein Klima der Verständigung und des gegenseitigen Respekts.
[…]
Ein Mainz, dem wieder mit mehr Respekt und Anerkennung begegnet wird – und das mit seinem vielfältigen Kulturangebot und seinem historischen Erbe glänzt. Jeder, der mich kennt, weiß, dass hier neben der Bildungs- und Sozialpolitik mein Herz schlägt. Angeführt vom Staatstheater, dessen Leuchtturm-Funktion für mich nie in Frage stand, ist Mainz reich an freien Kulturinitiativen, Museen und Theatern. Wir sind stolz auf unsere noch junge Kunsthalle, auf KUZ und PENG, auf unsere gelebte Tradition der Kleinkunst – und unzählige andere Projekte und Angebote für alle Generationen
[…]
Wir müssen trotz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen alles daran setzen, dieses Niveau nicht nur zu halten, sondern Spielraum für künstlerische Kreativität und wissenschaftliche Neugier zu bieten. Diese Leistung, meine Damen und Herren, ist wie so vieles in der Kommune keineswegs „freiwillig“, sondern existentiell für das Zusammenleben und die geistige Entwicklung unseres Gemeinwesens. […]“ (Michael Ebling 2012)

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