Dialektik des Modernismus

Ein nicht unerheblicher Teil aktueller Diskussionen krankt an einem oberflächlich dialektischem Denken. Sie hangeln sich von abstrakter Negation zu abstrakter Negation. Aus den Fehlern des Modernismus lernte man mit einem derben Antimodernismus, dessen esoterische Auswüchse wiederum einen trotzigen Modernismus befeuerten. Demgegenüber wäre ein negativ-dialektisches Denken stark zu machen, dass trotz des Einwandes der Antithese die These nicht zum Feind erklärt, sondern an ihrem wahren Moment festhält. – Die Kunst ist es weder der Willkürherrschaft des Antimodernismus, noch der überheblichen Selbstgefälligkeit des Modernismus beizugeben.

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Abstrakter Trotz

Bestimmte Negation kann heute nicht mehr als positiver Begriff gedacht werden, mit dem aus einem Widerspruch entweder zwingend eine richtige Tendenz sich ergäbe oder aber quasi-zwingend sich ein richtiger Weg gegenüber vielen falschen – wenn auch faktisch damit noch nicht ausgeschlossenen – auftäte. Bestimmte Negation hat heute vor allem Wert in der Kritik der abstrakten Negation, auf die die Praxis der Kritik heute unabhängig von theoretischer Einsicht bis auf seltene Ausnahmen zurückfällt. Die meiste Kritik bleibt fixiert auf die Trotzphase.

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