„Der Begriff der Materie ist im Kontext der materialistischen Theorie offener Erfahrung kein metaphysisches Prinzip, sondern nur die vorläufige Bezeichnung alles noch nicht Erkannten, Nichtidentischen.“

(Günter Mensching 1970: Thesen und Materialien
zu Hegels Verständnis des Materialismus)

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Heideggers Sprache der (A)Materialität

Heidegger ist der Kronzeuge der neuen Dingsoziologie. Dabei ist das Verhältnis der Sprache dieser Theorie zu der Dinglichkeit der Dinge interessant. Erinnert man sich an die Kritik Adornos an Heideggers naturalisierender Sprache, so scheint es, dass Heidegger gerade die Widerständigkeit des Materialen (so man denn das Materiale als gegenüber Konzepten widerständiges versteht) in der Sprache vernichtet. Die Wald-und-Wiesen-Metaphorik Heideggers, die die Künstlichkeit der Sprache verschleiert, oktroyiert den Dingen ihre scheinbare Natürlichkeit. Ihr können die Dinge kaum noch entkommen. Demgegenüber wäre eine Dingsoziologie, die der Materialität der Dinge gerecht werden will, darauf angewiesen, die Arbitrarität der Sprache sichtbar und damit reflektierbar zu machen.

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